Vereinschronik
Vereinschronik

Vereinschronik

Im Februar 1873 haben sich in der Königstraße in der Metzgerei Gugel eine kleine Schar sangesfreudiger Männer zusammengesetzt und den Gesangverein Fidelia Münchaurach gegründet. Im Protokollbuch sind Kantor Herzog, Konrad Brendel, Paulus Brendel, Johann Ernst, Georg Gugel, Johann Hagen, Georg Helmreich, Johann Scharrer und Johann Schelter als erste Mitglieder namentlich erwähnt.

Später wurde im Gasthaus des aktiven Sängers Konrad Maier eine Sängerstube eingerichtet und es sind dort die Gesangsproben abgehalten worden.

Von 1901 bis 1924 leitete der unvergessliche Christian Bodenschatz den Chor, diese Zeit war die erste Blütezeit für die Fidelia. Christian Bodenschatz konnte durch seine musikalischen und pädagogischen Fähigkeiten dem Chor auf ein beachtliches Leistungsniveau bringen.

50 Jähriges Stiftungsfest 03.06.1923, mitten in der Inflation und dem Ersten Weltkrieg wurde die erste Vereinsfahne angeschafft. Die Vereinsfahne wurde an diesem Tag geweiht. Auf der Rückseite ist der schöne Sängerspruch geschrieben: Das Herz dem Lied, dem Freunde Herz und Hand, doch Herz und Hand und Lied dem teueren Vaterland.

Gewidmet wurde der Sängerspruch vom Chorleiter, Hauptlehrer Christian Bodenschatz, von dem auch sehr viele Chöre und Lieder stammen.

Danach Festumzug

Dann folgte ein Musikvortrag Im Jahre 1923 wurde auch noch Theater gespielt das Stück Lebensregel wurde aufgeführt.

Die erste Vereinsatzung wurde 1924 erstellt, sie galt bis 1969, interessant ist dabei der Inhalt: Die Anmeldung zur Aufnahme in den Verein war nur beim Vorstand möglich. Aktive Mitglieder entschieden durch Stimmzettel die Aufnahme. Um im Chor zu singen war eine geeignete Singstimme Voraussetzung. Der Dirigent entschied durch eine Prüfung ob die Person geeignet ist. Jüngere Sänger konnten damals nur als Sänger aufgenommen werden.

Die Vereinsarbeit, sowie der Chorgesang wurden im 2. Weltkrieg für 10 Jahre lang eingestellt.

1948 begannen wieder die Chorproben unter der Leitung von Lehrer Willi Zotzmann wieder. 1949 übernahm Lehrer Johannes Kupsch das Amt des Chorleiters.

Am 29. Und 30. Mai 1954 wurde das 80 Jährige bestehen gefeiert. Der Festplatz war der Garten des aktiven Sängers Johann Nagel.

1961 wurde mit Studienrat Franz Noppenberger wieder ein hervorragender Dirigent gefunden. Er stammte aus Herzogenaurach der. Viele Sänger und auch ich haben ihn noch persönlich kennen gelernt. Einige haben sogar unter ihm noch gesungen.

1968 wurde mit den benachbarten Chören aus Neundorf und Falkendorf eine Chorgemeinschaft gegründet, diese hat sich zu besonderen Anlässen gemeinsam beteiligt.

1969 wurde Konrad Dittler mit nur 33 Jahren die Führung des Vereins übertragen. Er setzte viele neue Impulse.

Am 1 bis 3. Juni 1973 feierte man das 100 jährige Jubiläum des Vereins. Es wurde mit dem Gruppensängerfest der Aurach-Sängergruppe verbunden. Die Fidelia übernahm an diesen Tagen die Bewirtung für ca. 2000 Personen in einem großen Festzelt.

Im Dezember 1978 fand das erste vorweihnachtliche Kirchenkonzert statt. Hauptinitiator war Herbert Wallas vom Singverein 1843 Wilhelmsdorf unter dem neuen Vorsitzenden Karl Nahr der das Amt des Vorsitzenden im Januar 1978 übernahm.

1979 übernahm unser damaliger Bürgermeister Erwin Schopper die Chorleitung. Er ist bis heute aktiver Sänger im 2. Bass und wir sind auch sehr dankbar dafür, wenn unser jetziger Chorleiter Waldemar Welker nicht kann übernimmt er immer den Taktstock.

1980 wurde der Fidelia vom stellvertretenden Ministerpräsidenten Dr. Karl-Hillermeier im Stadttheater Amberg die Zelter Plakette überreicht.

Im Januar 1987 legte Karl Nahr sein Amt als Vorstand nieder und Konrad Dittler übernahm erneut die Führung des Vereins. Leider ist er im Januar 1991 nach nur vier Jahren Amtszeit verstorben.

Am 26. Februar 1991 übernahm dann der aktive Sänger Fritz Walther die Leitung des Vereins.

Fritz Walther pflegte das gesellschaftliche Miteinander, er veranstaltete regelmäßige Vereins- und Herbstausflüge, Vatertagswanderungen, Faschingsball und sonstige Veranstaltungen wurden durchgeführt.

Fritz ist auch heute noch ein wichtiger Aktivposten im 1. Tenor und als Ratgeber für die Vorstandschaft unersetzlich.

Fritz Walther führte die Fidelia 12 Jahre lange bis 2003.

Ab 2003 übernahm Andreas Dobler die Führung des Vereins. Der Kinderchor Fidelino wurde gegründet und hatte am Anfang einen regen Zulauf. Zurzeit ruht der Kinderchor, wegen Mangel an Nachwuchs.

Erwin Schopper konnte aus beruflichen Gründen die Sänger nicht mehr ausbilden. Seinen Wunsch haben wir damals mit gemischten Gefühlen entgegengenommen.

Im Januar 2005 hat Waldemar Welker das Zepter als Chorleiter übernommen, für den Verein war diese Entscheidung ein Glücksgriff. Waldemar wird von allen Sängern geschätzt und akzeptiert.

Im Jahr 2005 wurde das erste Mal ein Sommerfest abgehalten und findet seitdem regelmäßig mit immer wieder wechselnden Teilnehmer-Chören statt.

Im Februar 2017 legt Andreas Dobler aus beruflichen Gründen sein Amt als 1.Vorsitzender schweren Herzens nach langen,erfolgreichen Jahren nieder.

Manfred Bock übernimmt als Solo-Sänger der Fidelia nunmehr auch das Amt des 1.Vorsitzenden!